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Speicherkarten

sd-card-2418349_1920 by Pixabay

Speicherkarten werden von vielen Fotografen einfach nur so als notwendiges Zubehör angesehen. Meist wird wenig darauf geachtet, was für eine Bedeutung die Wahl der richtigen Speicherkarte hat. Sie Speicher nicht nur einfach das Bild. Sondern ist auch dafür verantwortlich wie schnell das Bild gespeichert wird und wie schnell ich Fotos machen kann. Weiterhin entscheidet die Qualität der Speicherkarte darüber, wie sicher und zuverlässig die Bilder gespeichert werden.

Viele verschiedene Standards

Afrank99 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
CompactFlash Karte

Wie fast überall in der IT, gibt es auch bei Speicherkarten verschiedene Standards. Dabei spielt das Physische Format eine rolle, aber auch die verschiedenen technischen Eigenschaften. Am verbreitetsten sind heute SD Speicherkarten und CF (CompactFlash) Speicherkarten. Während SD Karten vor allem im Consumer und Semi Professionellen Bereich eingesetzt werden, findet man die CF Speicherkarten heute meist nur noch im Professionellen bereich. Bis ca. 2000er Jahre war die CF Karte auch im einsteiger Bereich verbreitet. Wurde dann allerdings von der SD Karte abgelöst. Das Sie im professionellen Bereich so stark vertreten ist, hängt mit den höheren Übertragungsraten der Karten zusammen. Allerdings ändert sich das auch mit den neuesten Modellen der Hersteller im Professionellen Bereich. Hier bezieht die SD Karte als SDXC mit UHS-III Bus immer mehr Position, da hier ähnlich schnelle Schreibraten wie die CF Karten. Anbei eine Auflistung verschiedener Karten und Kartenstandards.

  • CompactFlash (CF) Typ I, CompactFlash Typ II, CompactFlash ATA Serial Transfer (CFast) Typ I, CFast Typ II
  • Memory Stick (MS), Memory Stick Select, Memory Stick-ROM, Memory Stick PRO, Memory Stick Duo, Memory Stick PRO Duo, Memory Stick PRO-HG Duo, Memory Stick XC Duo, Memory Stick XC-HG, Memory Stick Micro (M2), Memory Stick HG Micro (M2-HG), Memory Stick XC Micro (M2 XC), Memory Stick XC-HG Micro (M2 XC-HG)
  • Multimedia Card (MMC), RS-MMC, MMCmobile, MMCmicro
  • Secure Digital Memory Card (SD), SDHC, SDXC, miniSD, miniSDHC, T-Flash / TransFlash, microSD, microSDHC, microSDXC
  • Smart Media (SM) / Solid State Floppy Disc Card (SSFDC) wird nicht mehr hergestellt
  • xD-Picture Card (xD)
  • XQD

Früher hat fast jeder Hersteller von Digitalkameras auch ein eigenes Speicherkarten Format entwickelt und angeboten. Daher gibt es viele verschiedene. Am bekanntesten ist dabei das Memory Stick System von Sony. Dieses war bis 2010 das einzige Speichermedium bei Sony Kameras und wird auch heute noch angeboten. Aufgrund der Kompatibilität, bietet Sony aber in allen Modellen seit 2010 auch SD Karten Slots an. Sony selbst kündigte 2010 an, das Memory Stick System einzustellen. Allerdings werden diese bis heute produziert und Unterstützt von allen Geräten aus dem Hause Sony.

Das MMC Format ist dagegen fast ausgestorben. Dafür hat das SD Karten System eine hohe Verbreitung. Ich persönlich bevorzuge das SD Karten System. Der Vorteil gegenüber CF Karten ist hier eindeutig der bessere Schutz der Kontakte. Bei einer älteren Kamera ist es mir beim einschieben einer CF Karte in den Kartenleser bzw. Kamera passiert, dass ich einen Steckpin verbogen habe. Dies ist bei SD Karten nicht so ohne weiteres möglich. Diese können nur in eine Richtung eingesteckt werden und verwenden schleif Kontakte. Somit sind diese auch fast nicht physisch Zerstörbar.

Das Thema mit dem Bus und die Geschwindigkeit

SD Speed Class by sdcard.org
SD Speed Class by sdcard.org

Erst mal ist natürlich die Frage, warum eine Speicherkarte immer schneller werden muss oder allgemein hohe Transferraten haben sollte. Nun ja, wer mit professionellen Kameras Serienbilder aufnehmen möchte, zum Beispiel Vögel oder Sportevents, der will den Zwischenspeicher der Kamera schnell wieder frei haben. Nur wenn die Speicherkarte auch dazu in der Lage ist, die Informationen schnell zu speichern, können die nächsten Serien aufgenommen werden. Auch in der Videotechnik muss die Karte schnell sein, damit die fließende Aufnahme gesichert werden kann. Ansonsten sind die Aufnahmen nicht brauchbar oder die hohen Auflösungen nicht machbar. Daher sollten Moderne Speicherkarten schon mindestens 95MB/s als Transferrate haben.

Damit man besser Einschätzen kann, wofür eine Karte geeignet ist, wurde bei SD Karten ein Klassensystem eingeführt. Dem kann man entnehmen wie schnell eine Karte mindestens ist und für was diese geeignet ist (4k Video, schnelle Aufnahmen, etc.). Außerdem erkennt man bei den neuen Karten und der UHS Speed Klasse, für welches Interface die Karte geeignet ist. UHS Karten sind zwar Abwärtskompatibel , erreichen aber nur in UHS Devices die volle Transferrate. Denn ab UHS II Karten zum Beispiel, gibt es auf der SD Karte eine weitere Kontaktreihe für die schnellere Übertragung. Daher sollte auch darauf geachtet werden, was die Kamera für Karten unterstützt.

Muss eine Marke sein?

Hier scheiden sich die Meinungen. Bis vor kurzen habe ich auch NoName Karten in meinen Kameras eingesetzt. Hauptsache billig. Erst mit dem Kauf der Sony, habe ich auch darauf geachtet ob die Karten von einer Marke wie SanDisk oder Transcend kommen oder nicht. Der Grund dafür ist ganz einfach.

Mir ist eine 64GB Karte einfach mal abgeraucht und nicht mehr brauchbar. Zum glück hatte ich dadurch kein Datenverlust, aber ärgerlich ist es allemal. Denn das prüfen und probieren, warum die Karte gerade Macken hat, kostet Zeit und damit auch Spaß und Geld. Des weiteren muss man Ersatz besorgen. Dumm nur wenn gerade nichts in der nähe ist und man irgendwo in der Landschaft unterwegs ist. Auch ein Grund warum ich eher kleinere Karten, dafür aber mehrere einsetze. So ist der Verlust, falls mal eine Karte abrauch, geringer und man hat noch die Möglichkeit, weiter Fotos zu machen. Bei einer anderen NoName Karte trat das Problem auf das ich diese nicht in einer anderen Kamera nutzen konnte. In der einen arbeitete diese Problemlos. Aber in einer anderen Kamera, trotz Formatierung der Karte, war die Karte nicht zum laufen zu bringen.

Nun will ich nicht behaupten, das Marken Karten nicht abrauchen können. Aber die Gefahr sehe ich hier geringer. Des weiteren erreichen NoName Karten meist die Geschwindigkeiten nicht, die versprochen werden. Und nicht zuletzt, ist der Preisunterschied nun auch nicht mehr so groß. Aber Wahrscheinlich kommen die NoName Karten aus dem gleichen Werk, wie die Markenkarten. Dennoch fühle ich mich mit Markenkarten besser.

Was setze ich ein?

ExtremePRO_SDHC_UHS-l_95MB_32G_Front_HR by SanDisk Website
ExtremePRO UHS-I Speicherkarte mit
SpeedClass 10, UHS Class 3 und V30
Speedklasse

Aktuell besitze ich nur Kameras, die allesamt den SD Card Standard verschiedenen Ausführungen unterstützen. Bei der Nikon D7000 und Sony A7II das SDXC oder SDHC Format, bei meiner Canon PowerShot G9 nur das SDHC Format. Zwar Unterstützen die einzelnen Kameras meist noch ein anderes Format, die G9 zum Beispiel die MMC Karten. Da ich aber nicht verschiedene Kartenleser haben wollte und es das gängigste Format ist, bleibe ich beim SD Standard. Seit dem ich mit der Sony arbeite, achte ich auch darauf Marken Speicherkarten zu nehmen. Wie oben schon erwähnt hat das seine Gründe. Hier vertraue ich auf SanDisk Extreme Pro* Speicherkarten. Diese sind schnell, sehr zuverlässig und unempfindlich gegen Störungen. Aktuell nutze ich hier zwei 32GB SDHC Karten im wechsel. Bei meinen anderen Kameras habe ich vorher Transcend oder NoName Produkte genutzt.

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